Der Biersektor erholt sich, erreicht aber noch nicht das Vorkrisenniveau

|David Varela Naranjo
El sector cervecero se recupera, pero todavía no alcanza niveles prepandemia-Install Beer

Der Verband Cerveceros de España hat seinen sozioökonomischen Branchenbericht veröffentlicht, in dem er die Daten für das Jahr 2021 analysiert. Zwar verzeichnete die Industrie im vergangenen Jahr die ersten Anzeichen der Erholung, doch liegen die Zahlen noch weit unter dem Vorkrisenniveau. Die steigenden Energiekosten und der Mangel an Rohstoffen setzen die Produzenten weiterhin massiv unter Druck.

Im vergangenen Jahr erreichte der Bierkonsum in Spanien 40 Millionen Hektoliter. Obwohl das 1,3 Millionen weniger sind als 2019, bleibt dies der zweithöchste Verbrauch des letzten Jahrzehnts. Pro Kopf entspricht das 50 Litern. In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren weniger Bier trinken als der Durchschnitt der Bevölkerung.

Sector cerveza España

Beim Absatz wurden mehr als 36 Millionen Hektoliter überschritten. Das heißt: anderthalb Millionen weniger als 2019. Wie schon 2020 gleichen die guten Verkaufszahlen im Lebensmitteleinzelhandel die niedrigen Zahlen in der Gastronomie nicht aus, die durch die zeitlichen Beschränkungen in den ersten Monaten des Jahres und die von den Regionen verhängten Mobilitätseinschränkungen zur Eindämmung der Covid-19-Ansteckungen verursacht wurden. Ebenso bleibt die Dose die wichtigste Verpackung, während das Fass leicht zulasten von Glas zulegt.

Die Produktion überstieg 38 Millionen Hektoliter. Das sind immer noch 1,4 Millionen Hektoliter weniger als 2019. Damit ist Spanien der drittgrößte Produzent Europas, nur hinter Deutschland und Polen, und der zehntgrößte weltweit. Von der nationalen Produktion stellen drei große Gruppen 83 % des Bieres in Spanien her: Mahou San Miguel, Grupo Damm und Heineken. Während die Mikrobrauereien nur 0,13 % ausmachen. Von diesen braut 17 % der Produzenten 77 % des Bieres. Es ist kein homogen verteilter Marktanteil.

Sector cerveza España

Die Exporte sind ihrerseits weiter gestiegen und liegen nun bei 3,6 Millionen Hektolitern. Das ist viermal so viel wie 2010. Die Importe wiederum haben 5,5 Millionen erreicht; Hauptursprungsländer sind Belgien, Frankreich und Portugal.

In wirtschaftlicher Hinsicht schafft der Sektor 10.000 direkte Arbeitsplätze und generiert 400.000 indirekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vor allem in der Gastronomie. Laut INE steht der Umsatz des Sektors für 23 % des gesamten Umsatzes mit Getränken in unserem Land und für 4 % der gesamten Lebensmittelindustrie, mit mehr als 3,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig steuerte die Bierindustrie im vergangenen Jahr über 5,8 Milliarden Euro in Form von Steuern zum Staat bei.

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