Kombucha, ein fermentiertes Getränk voller Probiotika und Geschmack, hat sich aufgrund seiner gesundheitlichen Vorteile und seines köstlichen Aromas großer Beliebtheit erfreut. Kombucha zu Hause herzustellen ist ein faszinierender und lohnender Prozess. Dieser Leitfaden führt dich Schritt für Schritt durch die Herstellung deines eigenen Kombuchas – von der Züchtung eines SCOBY über die Fermentation bis hin zur Aromatisierung.
Geschichte der Kombucha
Kombucha, ein fermentiertes Getränk, das für seinen einzigartigen Geschmack und seine gesundheitlichen Vorteile bekannt ist, hat eine faszinierende Geschichte, die Tausende von Jahren zurückreicht. Die Geschichte der Kombucha ist nicht nur die Entwicklung eines Getränks, sondern auch ein Spiegelbild kultureller Traditionen sowie von Gesundheits- und Wellnesstrends. Von ihren Ursprüngen in China bis zu ihrer Popularität in der zeitgenössischen Kultur hat Kombucha ihren Platz als faszinierendes und wohltuendes Getränk behauptet.
Uralte Ursprünge in Asien
Man geht davon aus, dass Kombucha um 220 v. Chr. im Nordosten Chinas entstand. Er war als „Tee der Unsterblichkeit“ bekannt und wurde wegen seiner angeblichen gesundheitlichen Vorteile geschätzt.
Verbreitung über die Seidenstraße
Die Beliebtheit von Kombucha verbreitete sich entlang der Seidenstraße und gelangte so nach Russland und Osteuropa. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Getränk in diesen Regionen für sein charakteristisches Geschmacksprofil und seine probiotischen Eigenschaften bekannt.
Wiederentdeckung im 20. Jahrhundert
Obwohl die Popularität von Kombucha in der Moderne zurückging, erlebte das Getränk in den 1960er-Jahren, insbesondere in Deutschland, eine Wiedergeburt – ausgelöst durch das erneute Interesse an gesunden Lebensmitteln und Getränken.
Boom der Kombucha im 21. Jahrhundert
In den letzten Jahrzehnten hat Kombucha weltweit an Popularität als gesundes, fermentiertes Getränk gewonnen. Dieses Interesse wird durch den wachsenden Trend zu bewusster und nachhaltiger Ernährung sowie durch das Interesse an Fermentation zu Hause befeuert.
Innovation und Diversifizierung
Heutzutage ist Kombucha in vielen Variationen erhältlich, von traditionellen Geschmacksrichtungen bis hin zu modernen Kreationen mit einer Vielzahl von Aufgüssen und Mischungen.
Lernen Sie die Zutaten für die Herstellung von Kombucha kennen
Zutat 1: Tee
Tee ist die Basis von Kombucha. Du kannst schwarzen, grünen, weißen oder Oolong-Tee verwenden, je nach deinen Geschmacksvorlieben. Der Tee liefert die notwendigen Nährstoffe für das Wachstum des SCOBY.
Zutat 2: Zucker
Zucker ist im Gärungsprozess unerlässlich. Er dient als Nahrung für den SCOBY, der ihn abbaut, seinen Gehalt reduziert und in nützliche organische Säuren umwandelt. Du kannst weißen oder braunen Zucker oder sogar Honig verwenden.

Zutat 3: Wasser
Wasser ist das Lösungsmittel, in dem sich Tee und Zucker auflösen. Es ist wichtig, dass es frei von Chlor und anderen Chemikalien ist, die die Fermentation hemmen könnten.

Zutat 4: SCOBY
Der SCOBY (Symbiotic Culture Of Bacteria and Yeast) ist das Herzstück der Kombucha. Es handelt sich um eine gallertartige Masse, die die Mischung aus Tee und Zucker fermentiert und sie in Kombucha verwandelt.

Welche Utensilien benötigen wir zur Zubereitung von Kombucha?
Utensil 1: Glasgefäß
Du benötigst ein großes Glasgefäß, um die Kombucha zu fermentieren. Achte darauf, dass es sehr sauber und sterilisiert ist.
Utensil 2: Tuch und Gummiband
Ein atmungsaktiver Stoff und ein Gummiband, um die Öffnung des Gefäßes zu bedecken. So kann die Mischung atmen, während Verunreinigungen ferngehalten werden.
Utensil 3: Holzlöffel
Ein Holzlöffel ist ideal, um Tee und Zucker zu verrühren, da er nicht mit den Säuren der Kombucha reagiert.
Utensil 4: Sieb und Trichter
Ein Sieb und ein Trichter sind hilfreich, um die fertige Kombucha zu filtern und abzufüllen.
Schritte zur Zubereitung von Kombucha zu Hause
Schritt 1: Den Tee zubereiten
Bringe das Wasser zum Kochen und bereite den Tee zu. Zucker hinzufügen und rühren, bis er sich vollständig aufgelöst hat. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Schritt 2: Den SCOBY hinzufügen
Sobald der Tee kalt ist, fülle ihn in das Glasgefäß um und gib den SCOBY zusammen mit etwas Kombucha aus einem früheren Ansatz (oder Apfelessig, wenn es dein erster Ansatz ist) hinzu.
Schritt 3: Gärung
Decke das Glas mit dem Tuch ab und sichere es mit dem Gummiband. Stelle das Glas an einen warmen, dunklen Ort für 7–14 Tage. Die Dauer hängt von der Temperatur und davon ab, wie sauer du deine Kombucha magst.
Schritt 4: Aromatisieren und zweite Gärung
Sobald die Fermentation abgeschlossen ist, kannst du deine Kombucha aromatisieren, indem du Früchte, Kräuter oder Gewürze hinzufügst und sie noch ein paar Tage weiter gären lässt, um Kohlensäure zu entwickeln.
Deine Kombucha aromatisieren: kreative Ideen
Kombucha mit Ingwer und Zitrone
Für eine erfrischende Kombucha mit einer pikanten Note füge vor der zweiten Gärung ein paar Scheiben frischen Ingwer und Zitronensaft zu deiner Kombucha hinzu.
Kombucha mit Fruchtaromen
Probiere Pürees oder Stücke frischer Früchte aus, um deiner Kombucha einen süßen und natürlichen Geschmack zu verleihen. Beeren, Zitrusfrüchte und tropische Früchte eignen sich besonders gut.
Kombucha ohne Zuckerzusatz
Obwohl Kombucha für die Fermentation Zucker benötigt, kannst du dich für Früchte entscheiden, um natürliche Süße ohne zugesetzten Zucker hinzuzufügen. Das Ergebnis ist ein etwas weniger süßes, aber ebenso köstliches Getränk.
Deinen SCOBY gesund halten
Wie man einen SCOBY von Grund auf herstellt
Wenn du keinen Zugang zu einem SCOBY hast, kannst du einen herstellen, indem du unaromatisierte, handelsübliche Kombucha verwendest. Mische die Kombucha mit gesüßtem Tee und lass die Mischung mehrere Wochen lang fermentieren, bis sich an der Oberfläche eine dicke Schicht bildet.
Pflege und Lagerung des SCOBY
Bewahre deinen SCOBY in einem Glas mit etwas Kombucha an einem kühlen, dunklen Ort auf. Wenn du nicht sofort neuen Kombucha ansetzen möchtest, wechsle alle paar Wochen den Tee, um ihn gesund zu halten.
Tipps für eine erfolgreiche Gärung
Temperaturkontrolle
Die ideale Temperatur für die Fermentation von Kombucha liegt zwischen 24–29 °C. Niedrigere Temperaturen verlangsamen den Prozess, während höhere ihn zwar beschleunigen können, aber das Risiko der Schimmelbildung bergen.
Vermeidung von Verunreinigungen
Achte darauf, dass all deine Utensilien sauber und sterilisiert sind. Vermeide Metalle, die mit der Säure des Kombucha reagieren könnten.
Beobachtung und Anpassung
Beobachte deinen Kombucha während des Gärprozesses. Wenn sich Schimmel bildet oder ein unangenehmer Geruch auftritt, wirf den Ansatz weg und beginne von vorn. Übung macht den Meister bei der Kombucha-Herstellung.
Conclusión
Kombucha zu Hause herzustellen ist eine bereichernde Erfahrung, bei der du mit Aromen experimentieren und ein probiotikareiches Getränk genießen kannst. Mit diesen Schritten und Tipps bist du bestens gerüstet, um dein Fermentationsabenteuer zu beginnen und einen köstlichen hausgemachten Kombucha zu kreieren.
FAQs
Was ist der SCOBY?
Der SCOBY ist eine symbiotische Kultur aus Bakterien und Hefen, die den gesüßten Tee fermentiert und in Kombucha verwandelt. Er ist für den Prozess unverzichtbar und kann wiederverwendet oder weitergegeben werden.
Wozu können wir Kombucha trinken?
Kombucha ist ein vielseitiges Getränk, das pur oder gemischt genossen werden kann. Es lässt sich mit Säften, frischen Kräutern kombinieren oder sogar als Basis für innovative Cocktails verwenden. Sein leicht säuerlicher, spritziger Geschmack macht es zu einem hervorragenden Ersatz für Softdrinks.
Welche Geschmacksrichtungen lassen sich mit selbstgemachter Kombucha herstellen?
Kombucha kann auf viele Arten aromatisiert werden. Beliebte Optionen sind die Zugabe von frischen oder getrockneten Früchten wie Erdbeeren, Himbeeren, Mango oder Ananas. Kräuter und Gewürze wie Ingwer, Minze oder Zimt sind ebenfalls hervorragende Zusätze. Du kannst sogar mit gewagteren Kombinationen experimentieren, etwa Kombucha mit Ingwer und Zitrone oder Kombucha mit Hibiskus und Lavendel.