Bier im Mittelalter

|David Varela Naranjo
La cerveza en la Edad Media-Install Beer

Zu Beginn des Mittelalters wandelte sich Bier von einem Getränk der Barbaren zu einem, das eng mit der Kirche verbunden war. Überall dort, wo das Klima für den Weinanbau ungeeignet war, durften Priester Bier konsumieren und sogar herstellen, um den Wein zu ersetzen.

Die Beziehung der Kirche zum Bier im Mittelalter ist unter anderem auf die Steuerbefreiungen zurückzuführen, von denen die Klöster profitierten. Die Mönche mussten keine Steuern zahlen und verfügten über Ländereien, mit denen sie sich selbst versorgen konnten. Tatsächlich wurde im Jahr 817 in der Stadt Aachen ein Konzil abgehalten, um die Produktion und den Konsum von Bier durch den Klerus zu regeln.

Zwar stellten in einigen Regionen Europas die Bauern ihr Bier zu Hause her, doch im Allgemeinen waren es die Mönche in ihren Abteien, die dafür verantwortlich waren, das Bier als Grundnahrungsmittel zu bewahren, zu perfektionieren und zu verbreiten. Man muss die unhygienischen Bedingungen, den Mangel an Sauberkeit und die Krankheiten berücksichtigen, die während eines Großteils des Mittelalters grassierten. Wasser war in der Regel nicht trinkbar und wurde so zu einem Überträger von Infektionen.

Cerveza en la edad medieval

Wir müssen Bier als ein Lebensmittel mit hohem Nährwert betrachten, das zudem sicher und preiswert ist. Das Kochen des Wassers für das Bier dient der Sterilisierung; außerdem ist Alkohol ein starkes Konservierungsmittel, das es ermöglicht, Bier ohne schädliche Mikroorganismen haltbar zu machen. Es war eine perfekte Lösung für die mittelalterliche Gesellschaft.

Zwar wurde bis zum 12. Jahrhundert Gruit anstelle von Hopfen zum Aromatisieren des Bieres verwendet. Gruit war eine Mischung verschiedener Kräuter und Gewürze, die als Aromastoff und Konservierungsmittel zugesetzt wurde. Diese Funktionen erfüllte der Hopfen besser, weshalb er sich durchsetzte. Im Jahr 1079 schrieb die Äbtissin Hildegard von St. Ruprechtsberg über die Vorteile des Hopfens im Bier.

Tatsächlich erlies Wilhelm IV. von Bayern im Jahr 1516 das Reinheitsgebot, das vorschrieb, Bier nur mit Wasser, Gerstenmalz und Hopfen zu brauen. Der Hauptgrund für dieses Gesetz lag darin, dass Wilhelm IV. von Bayern das Gerstenmonopol innehatte.

Weihenstephan Abbey

Aus dem Mittelalter ist noch eine Brauerei erhalten, und sie ist die älteste der Welt, die noch in Betrieb ist. Die deutsche Weihenstephaner, bekannt für ihre Weizenbiere, stammt aus dem Jahr 1040. In diesem Jahr verlieh der Bischof von Freising der Abtei das Recht, Bier zu brauen.

Es ist nicht schwer zu verstehen, warum diese Epoche der Geschichte prägend für die Bierkultur ist, die wir heute genießen. Man braucht nur einen Blick auf Abteibiere oder die Zugabe von Hopfen zu werfen.

Cerveza trapista y de abadía